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Kernspintomographie - MRT

Was bedeutet Kernspin-Tomographie?
Die Kernspintomographie oder auch Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein technisch höchst aufwändiges Untersuchungsverfahren, bei dem keine Röntgenstrahlen und keine radioaktiven Stoffe zur Anwendung kommen, sondern mit Hilfe von Magnetfeld und Radiowellen Organe und Gewebe dargestellt werden.

Die genaue Funktion basiert auf komplizierten physikalischen Grundprinzipien, die folgendes Modell am verständlichsten beschreibt:
Der menschliche Körper besteht wie alles aus Atomen. Im Körper sind dies vor allem Wasserstoffatome, die man sich wie sehr viele kleine Kompassnadeln vorstellen kann. Die Wasserstoffatome sind normalerweise ungeordnet. Im sehr starken Magnetfeld des Kernspintomographen werden die Atomkerne in eine bestimmte Richtung gezwungen. Dies ist vergleichbar mit einem Magneten, der die Kompassnadel ausrichtet. Die Atome, in unserer Beschreibung sind das die Kompassnadeln, stehen nun unter einer gewissen Spannung. Mit Hilfe von Radiowellen können sie aus ihrer aufgezwungenen Position ausgelenkt werden. Schaltet man die Radiowellen wieder aus, so springen die Atome wieder in die Richtung zurück, die ihnen von dem starken Magnetfeld vorgegeben wird. Dabei senden die Atome Signale aus, die durch hochempfindliche Antennen gemessen werden können. Ein Computer berechnet aus den Signalen mit aufwändigen mathematischen Verfahren ein Schnittbild durch den Körper. Im Gegensatz zur Computer-Tomographie, bei der auch Schnittbilder erzeugt werden, können bei der MRT neben Querschnittebenen auch noch andere Schnittebenen dargestellt werden, ohne die Lage des Patienten zu verändern.

Ganzkörper-MRT
Ganzkörper-MRT
Wie wird eine Kernspin-Tomographie durchgeführt?
Bei der Untersuchung muss der Patient in einer etwa 70 bis 100 Zentimeter langen, vorne und hinten offenen Röhre mit einem Durchmesser von ca. 60 Zentimetern liegen. Patienten mit Platzangst (Klaustrophobie) sollten dies vor Beginn der Untersuchung mitteilen, damit ihnen der Arzt ein entsprechendes, dagegen wirksames Beruhigungsmittel spritzen kann. Dabei ist zu beachten, dass diese Patienten nach der Untersuchung auf Grund der durch das beruhigende Medikament eingeschränkten Reaktionsfähigkeit nicht mehr aktiv (Auto fahren) am Straßenverkehr teilnehmen sollten.
Während der Untersuchung werden vom Gerät sehr laute Klopfgeräusche erzeugt. Deswegen wird dem Patienten eventuell ein Schallschutz-Kopfhörer mit der Möglichkeit zum Musik hören aufgesetzt.

Wichtig ist, dass der Patient absolut ruhig liegt und gleichmäßig atmet, damit die Aufnahme nicht gestört wird.

Um die Aussagekraft der Bilder zu erhöhen kann es für bestimmte Fragestellungen notwendig sein, ein so genanntes paramagnetisches Kontrastmittel zu verabreichen. Der Patient bekommt dieses Kontrastmittel kurz vor bzw. während der Untersuchung in eine Vene gespritzt. Dieses Kontrastmittel ist im Allgemeinen gut verträglich.
Die Untersuchungsdauer hängt stark von der zu untersuchenden Region ab, beträgt im Durchschnitt aber ca. 20 Minuten.
Während der Untersuchung hält der Patient eine Klingel in der Hand, mit der er sich jederzeit bemerkbar machen und, falls notwendig, die Untersuchung abrechen kann.

Welche Komplikationen können bei der Untersuchung auftreten?
Bei der Kernspin-Tomographie handelt sich um eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Allerdings darf sie auf Grund des Magnetfeldes bei Patienten mit Metallteilen im Körper, wie z.B. Spirale, Akupunktur-Nadeln, Metallprothesen, Gefäßclips, Granatsplitter, gelegentlich nicht angewendet werden. Außerdem beeinflussen die Magnetfelder auch die Funktion eines Herzschrittmachers. Daher wird eine Kernspin-Tomographie bei Patienten mit Herzschrittmacher selten und nur unter intensiver Überwachung durchgeführt.
Schädliche Nebenwirkungen durch die Kernspin-Tomographie konnten bisher nicht nachgewiesen werden.

MRT 1,5 T Achieva
MRT 1,5 T Achieva

Wann wird eine Kernspin-Tomographie durchgeführt?
Die Gründe für die Durchführung einer Kernspin-Tomographie sind sehr vielfältig.
Ein Hauptgrund für ihre Anwendung ist, dass sie sehr genaue und differenzierte Darstellungen aller Körpergewebe liefert, vor allem nicht-knöcherner Strukturen, wie z.B. Weichteile, Organe, Gelenkknorpel, Meniskus und Gehirn. Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungsherde, können auf diese Weise entdeckt werden.
Es ist sicherlich schwer, eine alternative Untersuchungsmethode zur Kernspin-Tomographie zu finden, da es sich hier um eine Ergänzung zu anderen Methoden handelt, die meist aussagekräftiger ist als ihre Alternativen.
Strukturen, die einen geringen Wassergehalt haben, wie z.B. Knochen, oder luftreiche Regionen wie die Lunge können dagegen mit der MRT nicht so gut dargestellt werden, hier sind das klassische Röntgen und die Computertomographie überlegen.