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Vordere Kreuzbandruptur - Hintere Kreuzbandruptur

Das Kniegelenk - Vordere Kreuzbandruptur - Hintere Kreuzbandruptur

Das Kniegelenk ist ein wichtiges gewichtstragendes Gelenk und deshalb höchsten Belastungen ausgesetzt. Bei jedem Schritt trägt es das gesamte Körpergewicht. Erkrankungen und Verletzungen des Kniegelenks bedeuten damit meist starke Schmerzen und deutliche Bewegungseinschränkungen.
Von seiner Biomechanik her ist das Knie ein äußerst kompliziertes Gelenk.
Unser Kniegelenk kann als biomechanisches Wunder bezeichnet werden. Es muss vielfältige Belastungen aushalten und ausgleichen.
Diese Aufgaben leisten zum einen die Muskulatur, zum anderen Bänder, Innen- und Außenmeniskus sowie Kapselgewebe.
Die Kreuzbänder (vorderes Kreuzband und hinteres Kreuzband) verlaufen überkreuzt von der Schienbeinkopfmitte zum Oberschenkelknochen und bilden den zentralen Pfeiler im Kniegelenk.
Sie stabilisieren nach ihrer Verlaufsrichtung das Knie "in Laufrichtung", das heißt, sie verhindern beim Aufsetzen des Unterschenkels, dass sich der Oberschenkel über den Unterschenkel nach vorne schiebt oder umgekehrt, das vordere Kreuzband spannt sich an, wenn der Unterschenkel nach vorne ausbrechen will, das hintere bei Belastung in Gegenrichtung.
Durch plötzliche, nicht kontrollierte Verdrehbewegungen des Kniegelenkes, die von der Muskulatur nicht abgefangen werden, kann es zur Ruptur bzw. zum Zerreißen der Kreuzbänder kommen. Typische Verletzungsmechanismen sind Verdrehungen des Körpers bei fixiertem Fuß bzw. Unterschenkel, z. B. beim Fußballspielen oder Skifahren.
Die Symptomatik bei einer akuten Bandverletzung am Kniegelenk äußert sich in einem heftigen Schmerz unmittelbar im Augenblick des Traumas, der anschließend meist sofort nachlässt und bei erneuter Belastung wieder auftritt. Durch die Bandzerreissung kommt es gleichzeitig zu einer Ruptur von Blutgefäßen. Es resultiert eine Einblutung in das Kniegelenk (Hämarthros). Je nach Ausprägung der Verletzung stellt sich nach Abklingen der akuten Symptomatik eine mehr oder weniger starke Instabilität des Kniegelenkes ein.
Dies führt langfristig meist zu Schäden an den Kniebinnenstrukturen mit Knorpeldeckung und Menisken im Sinne einer zunehmenden Abnutzung (Degeneration) und letztlich zum Vollbild einer Kniegelenksarthrose (Gonarthrose).